Motion Sickness: Kann mich VR krank machen?

In diesem Artikel lernen Sie auf welche Gefahren Sie beim Umgang mit Virtual Reality achten müssen und wie Sie diese größtenteils umgehen, beziehungsweise Schäden miniemiren können. Die Gefahren von den noch jungen VR-Brillen sind bisher noch realtiv schlecht erforscht, gerade deshalb sollte man bei der Benutzung dieser genau aufpassen. Im Folgenden haben wir Ihnen eine Übersicht zu den verschiedenen Themen aufbereitet!


Inhalt

  1. Motion Sickness / Cybersickness
  2. Sucht und Abhängigkeitspotential von VR
  3. Höhenangst und andere Phobien
  4. Kinder und Jugendliche mit VR
  5. Gefahren für die Augen

Was ist Motion Sickness / Cybersickness?


Achtung-Icon Motion SicknessMotion Sickness, ähnlich der Cybersickness oder Gaming Sickness, auch bekannt als Reisekrankheit, beschreibt eine Spielübelkeit, welche durch Sinneskonflikte ausgelöst wird. Wir möchteh Ihnen mit diesem Artikel helfen, damit Sie die Ursachen von Motion Sickness verstehen, und ggf. bekämpfen können, falls Sie in den Kontakt mit Motion Sickness kommen. Während das im Innenohr befindliche Gleichgewichtsorgan dem Gehirn “Körper in Ruhe” signalisiert, nimmt dabei das Auge die Bewegungen der computergenerierten Welt war, welche in der Regel bekanntlich durch Controller und nicht durch reale Bewegungen getätigt werden. Ausgelöst durch die Cybersickness können folgende Symptome auftreten:


VR-Nutzer Motion SicknessVorstadium

  1. leichtes Unwohlsein
  2. anfängliches Frösteln
  3. kalter Schweiß
  4. drückendes Gefühl in der Magengegend

Betroffene wirken in dieser Phase meist müde oder gar desinteressiert, reagieren dazu langsamer, sind  zunächst weitaus ruhiger und ihr Gesicht wirkt unter Anderem oft Blass. Es steigen dabei die Stresshormone im Blut-Spiegel, da sich der Körper unwohl fühlt.

Erweiterte Reisekrankheit

  1. Kopfschmerzen und Schwindelgefühle
  2. Brechreiz

In dieser Phase übernimmt in vielen Fällen die Reisekrankheit überhand,ab  hier sollte das Tragen der VR-Brille auf jeden Fall unterbunden werden, da dies starke Anzeichen ihres Körpers sind, die berücksichtigt werden sollten.

“Die Hardware ist gut genug und es ist möglich, dazu Anwendungen zu entwickeln,
bei denen niemandem oder fast niemandem übel wird." (Palmer Luckey, Erfinder der Oculus Rift)

Macht VR wirklich süchtig?


Die Realitätsflucht, welche durch VR ermöglicht wird, ist enorm. Da die Technologie noch in einer frühen Phase ist, gibt es zurzeit noch keine aussagekräftigen Studien zu dem Thema, dabei ist allerdings davon auszugehen, dass unter Anderem die Abhänigkeitsgefahr bei gefährdeten Personen mindestens auf dem Level von normalen Computerspielen liegt, vermutlich aber noch deutlich höher ist. Ist das eigene Spielverhalten nicht mehr willentlich steuerbar, spielt man beispielsweise exzessiv, kann dies auf eine Abhänigkeit hindeuten.


Suchtkriterien

Es gibt einige Suchtkriterien die Hinweise auf eine Spielesucht geben können. Ein Zeichen kann beispielsweise sein, dass Entzugserscheinungen nach einer längeren Pause eintreten, bei diesen ist man nervös und denkt nur ans spielen. Auch ein Leistungsabfall in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit können die Folge einer Spieleabhänigkeit sein. Nicht selten sammeln sich Schulden an, und/oder ein körperlicher Verfall setzt ein, beispielsweise in Form von mangelnder Hygiene oder Abmagerung. Sehstörungen, Schlafmangel sowie soziale Isolation sind weitere mögliche Folgeerscheinungen. Die neue VR-Technik erlaubt es uns immer stärker in andere Welten abzutauchen, achten Sie auf die genannten Zeichen bei sich und Ihren Angehörigen. Im Notfall Ihnen helfen kostenlose Telefon-Hotlines und Beratungsstellen.


Weitere Informationen zum Thema gibt es für Sie beispielsweise unter: http://www.suchthotline.info/

Kann ich mit VR Höhenangst und andere Phobien bekämpfen?


Phobien und VR-Anwendungen

The Climb Asia Eas Screenshot Motion Sickness

Durch die starke Immersion von VR-Brillen bleiben Phobien und Ängste im Spiel vorhanden, beispielsweise ist Höhenangst im Zusammenhang mit VR-Anwendungen immer wieder ein Thema. Betroffene berichten dabei von typischen Symptomen, wie etwa schwitzende Hände und Schwindelgefühlen. In einen anderen Fall lösten virtuelle Spinnen bei einem Betroffenen sogar seine Arachnophobie (Spinnen-Phobie) aus. Das Auslösen dieser Phobien ist den Herstellern mittlerweile bewusst, deshalb lassen sich Szenen wie diese oft überspringen oder umgehen.


Einige Hersteller weisen zusätzlich auf Auslöser-Situationen innerhalb ihrer Spiele hin, um die Nutzer vorzuwarnen. Dies ist besonders für sensible Nutzer durchaus sinnvoll, obwohl Virtual Reality mit den Gedanken des Spielers spielt und diese weitestgehend ausreizen kann und auch sollte, ist es dabei nicht sinnvoll übertriebene Inhalte zu zeigen, ohne diese zu kennzeichnen. Somit hat jeder Mensch die Möglichkeit, weitestgehend mit VR-Spielen und Filmen in Kontakt zu treten, ohne dabei befürchten zu müssen, dabei auf Gefahren zu stoßen oder durch eine Phobie leiden zu müssen.

VR als Therapiemethoden


VR Crusader Spinne, Phobie

Mit Hilfe von VR-Anwendungen lassen sich verschiedene Phobien therapieren, besonders im Bereich der Konfrontationstherapie werden immer wieder Erfolge erzielt. So werden Probanden mit Höhenangst beispielsweise an virtuelle Klippen geführt. Noch gibt es keine Studien zur Langzeit-Wirkung auf das menschliche Gehirn, aber die immensen Möglichkeiten dieser Therapie-Methode beeindrucken. So wird es in Zukunft unter anderen möglich sein, auch Erscheinungen von Motion Sickness zu therapieren.

 

Gefahren für Kinder im Umgang mit VR-Anwendungen


Spielendes Kind

Auch im Bereich der Beeinträchtigung von VR-Anwendungen bei Kindern gibt es noch keine eindeutigen Studien. Einige Versuche zeigen allerdings, dass es besonders sehr jungen Kindern schwer fällt, Erlebnisse in der virtuellen Welt von realen Erlebnissen zu unterscheiden. Gerade bei Spielen in der virtuellen Welt können Ereignisse tiefsitzende Traumata bei Kindern hervorrufen.


Wir raten Ihnen: Machen Sie ihr Kind nicht zu einem Versuchsobjekt und sehen Sie davon ab, ihrem Kind uneingeschränkten Zugang zu virtuellen Erlebnissen vor einem Alter von 13 Jahren zu ermöglichen! Achten Sie auf Altershinweise und beschränken sie den Medienkonsum ihres Kindes.

wirkliche Gefahren für die Augen?

Auge

Allgemein gibt es bei Erwachsenen keinen Nachweis, dass beispielsweise Kurzsichtigkeit, durch zu lange Bildschirmarbeit entsteht. Bei Kindern deuten Studien dies jedoch an. Es ist wichtig den Augen eine Pause zu gönnen, unterbrechen sie ihr VR-Erlebnis regelmäßig. Wir raten zu einer Pause von 15 Minuten je Spielstunde.


Wir empfehlen passend hierzu ein Interview, mit einen Augenarzt, zum Thema "Virtual Reality", im Spiegel.